Ziele & Utopien
Was wir wollen bzw. wohin wir wollen
Die im folgenden diskutierten Zielsetzungen gelten im Prinzip natürlich für alle gesellschaftlichen Bereiche und alle Berufsfelder. Als Verein von Ingenieurinnen für Ingenieurinnen beschränken wir uns in den folgenden Ausführungen aber auf unser Berufsfeld und die Technik. Wir unterstützen - soweit es uns im Rahmen unserer Ressourcen möglich ist - die gesellschaftlichen Forderungen und Veränderungen, die uns unseren u.g. Zielen näher bringen.
Durch ihre Arbeit wollen die Mitglieder des dib dazu beitragen,
- dass der Anteil der Frauen, sowohl in den technischen Ausbildungen, als auch in den qualifizierten Positionen der Technik auf allen Ebenen und in allen Bereichen bis zum Gleichgewicht beider Geschlechter erhöht wird;
- dass alle geschlechtsspezifischen Behinderungen und Diskriminierungen von Frauen in der Technik bis zur tatsächlichen Gleichstellung in Ausbildung und Beruf abgebaut werden;
- dass durch die Formulierung geschlechtsneutraler Qualifikationsprofile, ihre Verankerung in der Ausbildung und den Berufsbildern sowie deren Umsetzung in die berufliche Praxis die Potentiale aller Menschen genutzt werden bzw. langfristig die geschlechtsspezifischen Ansätze in Erziehung und Ausbildung grundsätzlich ausgedient haben;
- dass im beruflichen Alltag die selbst gewählten Lebensentwürfe aller Menschen akzeptiert und ohne Benachteiligung real machbar werden d.h. nicht nur der klassische "Ingenieurlebenslauf" im Vollzeitjob ohne Unterbrechung (mit nicht berufstätiger Ehefrau) sondern alle Formen beruflicher und privater Entwicklungen (Kinder, Beziehungen und Partnerschaften, Unterbrechungen usw.);
- dass die entsprechenden äußeren Rahmenbedingung zur Verwirklichung dieser Ziele geschaffen werden;
- dass Strukturen, Berufsfelder und Arbeitsbedingungen neu gestaltet werden, um möglichst breiten Raum für Teamarbeit, Eigenverantwortung, Entwicklung der persönlichen Fähigkeiten, Entscheidungs- und Gestaltungsspielraum für alle zu schaffen;
- dass die Übertragung von Führungsaufgaben - soweit diese noch erforderlich sind - an fachliche und soziale Kompetenz sowie an die tatsächliche Übernahme von Verantwortung einschließlich der sich daraus ergebenden Folgen gekoppelt werden;
- dass die SchülerInnen, Auszubildende und StudentInnen in ihren technischen Ausbildungen auf diese Arbeitswelt vorbereitet und ihnen in einer geeigneten Form die entsprechenden (Schlüssel)Qualifikationen vermittelt werden;
- dass alle Beteiligten (unabhängig vom Geschlecht) gleichermaßen für den Bereich außerhalb der reinen Berufsarbeit d.h. der persönlichen Versorgung, der Beziehungen und der Betreuung von Abhängigen z.B. Kindern, Alten, Kranken (den so genannten Reproduktionsbereich) praktische Verantwortung übernehmen werden;
- dass der Einfluss der Frauen als Fachfrauen auf die aktive Gestaltung und den Einsatz der Technik weiter verstärkt wird, bis beide Geschlechter gleichberechtigt daran beteiligt sind;
- dass ökonomische, persönliche und patriarchale Interessen, die in Technikgestaltung und Technologiepolitik einfließen, sichtbar gemacht und damit die scheinbare geschlechtsneutrale Objektivität und die angeblich unabwendbaren "Sachzwänge" der Entscheidungen entlarvt werden;
- dass die unterschiedlichen Bedürfnisse von NutzerInnen und Betroffenen, aber auch das Wissen und die Erfahrung breiterer Bevölkerungsschichten, vor allem auch der bisher fast vollständig ausgeschlossenen Frauen in Technikgestaltung und Technologiepolitik einbezogen werden;
- dass die dazu erforderlichen demokratischen Beteiligungsstrukturen an technischen Entscheidungen und Prozessen in der Gesellschaft und den Betrieben für die jeweils Betroffenen aufgebaut werden;
- dass durch die Integration der Vermittlung eines Basisverständnisses von Technik, Technikgestaltung und Technologiepolitik in jeder Bildung und Ausbildung auf der einen Seite, und die entsprechend verständliche Darstellung technischer und technologischer Entwicklungen und Projekte auf der anderen Seite, die Voraussetzungen für diese Beteiligung geschaffen werden;
- dass durch eine Einbettung von technischen Lösungen in die soziale Wirklichkeit auch intelligente Verbindung von sozialen und technischen Lösungen gefunden werden;
- dass der positive Ansatz der Technikfolgenabschätzung zur vorgeschalteten und integrierten Technikbewertung weiterentwickelt und diese z.B. auch im Rahmen der o.g. Beteiligung gezielt genutzt wird;
- dass umfassende Konzepte einer sozial- und umweltverträglicheren Technik entwickelt werden, deren Herstellung und Gebrauch unsere Lebensgrundlage nicht zerstören.
21.01.12: Karrierechancen für Frauen in MINT - Berufen
Die EL-Net Consulting AG als aktives Fördermitglied des dib bietet interessante berufliche...

